Hilfe zur Vergütung
Du tust Dich schwer damit, einen angemessenen Betrag zu finden, um unsere Leistungen zu honorieren? Dann rechne doch einfach mal den vermutlichen Arbeitsaufwand in Stunden zusammen. In Deutschland kommt ein Single mit den zirka 13,-€ Mindeststundenlohn bei sparsamer Lebensweise ganz gut über die Runden, eine Familie könnte er davon sicherlich nicht ernähren. Hier in Paraguay sieht das dann schon etwas besser aus und wir kämen damit sogar zu zweit und mit den Tieren klar.
Solltet Ihr jetzt den Mindeststundenlohn in Paraguay nachschlagen, werdet Ihr vielleicht vom Hocker fallen. Bedenkt man, das viele Lebensmittel, insbesondere Tierfutter, die gleichen Preise haben wie in Deutschland, könnt Ihr Euch vorstellen, daß bei so einem Leben jeder Asylbewerber in Deutschland sofort schreiend nach Hause rennen würde.
Nun, wie finde ich jetzt den Aufwand? Wir arbeiten meist zu zweit, aber das tut hier nichts zur Sache, denn dafür leben wir hier ja auch etwas günstiger.
Für einen einfachen Brief beispielsweise ist eine Einarbeitung in die Problematik unumgänglich und der Brief selbst will ja auch wohl formuliert sein. Da ist eine Stunde schnell um. Kommen dann noch Rückfragen oder sogar Telefonate hinzu, steht ruck zuck das Mittagessen auf dem Tisch und man fragt sich, wo ist bloß der Vormittag geblieben?
Zu den Internetdienstleistungen: Es gibt viele einmalige Vorgänge, wie z.B. das registrieren und konfigurieren einer Domain. Auch hier ist es schon ein gewaltiger Unterschied, ob man nur eine Webseite anzeigen möchte oder auch noch E-Mail Verkehr. Wenn letzterer dann auch noch sicher sein soll, wird es noch aufwändiger. Das installieren eines nackten Joomla geht zwar schnell, aber möchte man etwa brauchbares sehen, klafft der Aufwand wieder stark auseinander, z.B. Farbgebung, Anordnung etc. Natürlich ist auch hierbei Planung das Ein und Alles.
Unser Ziel ist es, jedem die Möglichkeit zu geben, sein Vorhaben umzusetzen. Wer selbst wenig hat, aber, so wie wir, viele Ideen im Kopf, soll hier eine Möglichkeit finden, sich zu verwirklichen. Denjenigen, der etwas mehr hat, bitten wir darum, großzügiger zu sein und es uns dadurch zu ermöglichen, den ersteren ihren Traum zu verwirklichen.
Eine kleine Anekdote, die dies vielleicht veranschaulicht. Als ich noch Student war, hätten 20,-DM für Falschparken ein gewaltiges Loch in meine Haushaltskasse gerissen. Ein Rechtsanwalt erzählte mir, daß ein gemieteter Parkplatz 150,-DM im Monat kostet und mehr als 5x pro Monat wird er nicht aufgeschrieben. Diese Einstellung hatte mich damals ziemlich schockiert, ist aber Realität. Ähnlich erging es Carmen mit ihrer Nachbarin, die sie ausgelacht hat, weil sie ein noch gültiges Parkticket an einen Fremden weitergegeben hat.
Fazit: Entscheidet es einfach aus Eurem Bauch heraus, was Ihr geben könnt, was es Euch wert ist, oder ob Ihr einfach uns und anderen helfen möchtet. Die klassische Spende ist ja an keine Gegenleistung gebunden, insofern ist dies eine Grauzone, Wer wenig gibt, zahlt für eine Leistung, wer viel gibt, spendet gleichzeitig.


